Bestimmt kennst du folgende Situation: Du hast dich über etwas oder über jemanden dermaßen aufgeregt und dich so in deinen Ärger hineingesteigert, dass du da nur schwer wieder herauskommst? Es ist wie ein fortlaufender Kreislauf, der nur schwer unterbrochen werden kann. So, als hättest du gleich mehrere Tickets in deinem persönlichen Aufregungs-Karussell gelöst und du nicht weißt, wie lange eine Fahrt dauert. Kennst du das?

In dem Moment ist dann dein Gegenüber total unfähig („Was für ein Idiot!“) oder aber Dinge sowie das Wetter sind so hundsmiserabel, dass du dich nur darüber aufregen kannst. Was für eine bodenlose Frechheit, dich in solch eine Situation zu bringen. Denn schließlich kannst du ja gar nichts dafür. Du bist hier der Leittragende, der dafür aber mal so gar nichts kann. Mann, macht dir das eine schlechte Stimmung. Du bist so richtig sauer und dein ganzer Körper verkrampft sich und ist mega angespannt. Boah, kaum auszuhalten.

Und nun, was machst du nun? Wie ist deine Reaktion? Rumschreien oder doch lieber den Mund halten? Mit dem anderen herumdiskutieren oder lieber wortlos den Raum verlassen? Für welche Variante entscheidest du dich? Für was auch immer du dich entscheidest: Wie befriedigend ist denn deine bisherige Lösung für dich?

Das war nur ein Beispiel. Es gibt noch viele weitere. Wenn du zum Beispiel im Burnout warst oder gerade bist, dann kennst du sicherlich Grübelattacken: Du machst dir ständig Sorgen, wie es weitergehen soll, zerbrichst dir über die Zukunft deinen Kopf. Ständiges Kopfkino. Ohne Pause. Kennst du das?

Falls dich deine bisherigen Strategien und Verhaltensweisen nur partiell gut anfühlen und du das Gefühl hast, dass es vielleicht mal an der Zeit wäre, etwas neues auszuprobieren, so habe ich hier einige Impulse für dich, die dir mit Sicherheit weiterhelfen.

Bist du Opfer der Umstände?

Zuerst einmal: Bist du wirklich der Meinung, dass dich andere Menschen aufregen können? Bist du der Meinung, dass andere Menschen die Fähigkeit haben, dich in Anspannungen zu versetzen? Wenn du das denkst, lies unbedingt weiter. Ich behaupte nämlich, dass das nicht wirklich geht. Ich bin der Meinung, dass jegliche Art von Stress sowie Anspannung selbstgemacht ist. Und zwar von dir selbst.

Du machst dir den Stress selbst!

Ich möchte dir das anhand von meinem sogenannte Impulskreislauf erklären. Den Impulskreislauf hatte ich mir vor Jahren nach einem mehrtägigen Meditationsretreat aufgeschrieben, nachdem ich für mich verstanden (im Sinne von „erfahren“) hatte, was da genau bei mir beim Meditieren passiert. Da mir die Meditation sehr geholfen hat, mich selbst rational, emotional und körperlich besser wahrzunehmen und mich darin unterstützt hat, mich selbst zu beobachten, konnte ich am Ende des Retreats folgende Schritte notieren – und der Impulskreislauf war geboren.

Der Impulskreislauf

Der Impulskreislauf versteht sich als Modell, das aus 5 Schritten besteht. Diese laufen in meinem Verständnis millisekundenschnell nacheinander ab und sind aufgrund der Schnelligkeit für die meisten Menschen unbewusst. Das macht es dann oftmals so schwierig, aus dem Kreislauf wieder auszusteigen bzw. genauer gesagt, zu erkennen, an welchem Punkt ich denn gerade bin. Das Modell ist kein wissenschaftlich fundiertes Modell, sondern beruht – wie oben erwähnt – auf meiner ganz persönlichen Erfahrung beim Meditieren. Lass mich erklären, was es damit auf sich hat:

1.) REIZ: Wir alle unterliegen Reizen. Ständig und überall. Über unsere Sinne können wir Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Fühlen. Wir nehmen darüber unser Gegenüber und unsere Umwelt auf.

2.) GEDANKE: Die oben genannten Reize werden im Gehirn verarbeitet und bewertet. Je nachdem, welche Erfahrung du bisher gemacht hast, ordnest du die jeweilige Situation oder den Gegenstand ein: Gut oder schlecht. Richtig oder falsch.
Harmlos oder gefährlich usw.

3.) GEFÜHL: Aus dem jeweiligen Gedanken entsteht ein Gefühl: Angst, Trauer, Wut, Freude, Scham, Ekel, Zorn usw., das sich als Energie im Körper bemerkbar macht.

4.) KÖRPEREMPFINDUNG: Spätestens hier wirst du auf körperlicher Ebene etwas spüren, wenn du einen guten Zugang zu deinem Körper hast bzw. in Achtsamkeit geschult bist. Denn die „Gefühls-Energie“ manifestiert sich in und an deinem Körper.

5.) REAKTION / IMPULS: Je nach Bewusstheitsgrad der vorherigen Schritte sowie Wissen über dein eigenes Verhaltensmuster wirst du nun bewusst oder unbewusst reagieren. So kann es sein, dass du völlig explosiv reagierst oder aber gar keine Reaktion zeigst. Je nachdem, welche Verhaltensstrategie du dir angeeignet hast.

Ein ewiger Kreislauf

In meinem Verständnis läuft dieser Impulskreislauf permanent in uns ab. Jede Sekunde. Unbewusst. Und manchmal – wenn wir uns Zeit dafür nehmen und uns selbst ein wenig erforschen – bekommen wir eine Idee davon, wie wir eigentlich ticken und was in uns selbst abläuft.

Ich möchte dich einladen, mal ein wenig genauer bei dir hinzuschauen. Immer dann, wenn du total genervt oder super gut drauf bist. Was ist da vorher mit dir passiert? Was hast du gemacht?

  • Welchen Reiz gab es?
  • Wie hast du die Situation bzw. dein Gegenüber bewertet?
  • Welches Gefühl hast du wahrgenommen?
  • Wo hast du etwas in deinem Körper gespürt?
  • Wie hast du dein Genervt-Sein oder deine Freude ausgedrückt? Bist du deinen inneren Impulsen gefolgt oder hast du dein Bedürfnis unterdrückt?

Schau genau für dich hin, was du machst. Denn mit den Erkenntnissen kommst du dir ein Stückchen näher.

Damit kein Missverständnis entsteht: Es geht nicht darum, dass du den Impulskreislauf in Zukunft „richtig“ durchläufst. Ich wüsste auch nicht, was „richtig“ sein sollte. Mir geht es darum, dass du für dich erkennst, WIE und WAS du machst. Mit geht es um Bewusstwerdung.

Wozu ist Bewusstwerdung überhaupt gut?

Ich habe für mich die Erfahrung gemacht, dass, je bewusster ich bin, ich immer mehr die Möglichkeit habe, mein Leben zu leben – und nicht ein Leben, das auf konditionierten Glaubenssätzen, Ängsten, Sorgen und Kleinmachen beruht. Bewusstwerdung heißt für mich: Die Wahl haben und selbst kreieren.

Dafür braucht es jedoch das Wissen darüber, wie du dich selbst kleinmachst und was du wirklich möchtest. Du brauchst Erkenntnis darüber, wie du dich selbst aufregst, stresst und wie du dich selbst in Freude versetzt. Bewusstheit schärft diese Kenntnis. Du bist ab diesem Punkt nicht mehr Opfer der Umstände, sondern Schöpfer deines Zustandes. Und alleine das ist doch bereits eine großartige Erkenntnis: Du gestaltest.

Wenn du demnach aus deinem Gedankenkarussell herauskommen möchtest, dann gehe wie oben beschrieben den Impulskreislauf durch. Mach dir die 5 Schritte bewusst. Werde dir bewusst und verändere etwas.

Wenn du Unterstützung dabei benötigst, melde dich gerne bei mir. Das ist ja mitunter mein Job. Ich begleite dich in Selbsterkenntnis und Selbstannahme. Hast du Lust darauf?

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