Diese Lebenssäule handelt von Geld und deinen materiellen Gütern. Von dem, was du wirklich im Leben brauchst – und was du nicht zum Leben brauchst. 

Vor meinem Burnout habe ich unheimlich viel Zeugs gekauft und konsumiert. Gefühlt hatte ich manchmal das ganze Internet leer gekauft. Shoppen, was das Zeugs hält.

Und warum das alles? Weil ich mich mit dem ganzen Kram identifiziert hatte. Ich war aus heutiger Sicht total unglücklich (hätte ich natürlich damals nicht zugegeben) und meinte tatsächlich, ich sei wer mit diesen ganzen Dingen. Ich glaubte, ich könnte mir Glück und Zufriedenheit mit Dingen erkaufen. Es ging um blinde Bedürfnisbefriedigung. 

Interessanterweise hatte ich genau dieses Prinzip in meinem Studium (Marketing & Werbung) gelernt: Wie bringe ich Menschen dazu, etwas zu kaufen? Wie wecke ich Emotionen und Bedürfnisse? 

Jede schlechte Werbung funktioniert so und kommt mit folgender Botschaft daher: „Du fühlst dich unglücklich und als Außenseiter? Dann gönne dir jetzt das Produkt XYZ, denn das macht dich sofort glücklich und cool. Komm schon, du hast es dir redlich verdient.“

Tja, ich war selbst diesem Mechanismus verfallen …

Für mich hieß das damals: Her mit den Marken-Schuhen, dem schicken Restaurantbesuch, dem Kurztrip nach Venedig, dem neuen Flatscreen … Ich hatte halt hart gearbeitet und wollte mir doch nur etwas gönnen … 😉

Was für ein Teufelskreis: Arbeiten, um Geld zu verdienen, um dann Dinge zu kaufen, die eh nicht glücklich machen, weil weder Geld noch materielle Dinge glücklich machen können. Das wusste ich damals jedoch noch nicht. Ich war voll in diesem Arbeiten-Konsumieren-Arbeiten-Kreislauf drin. Alle Menschen in meinem Umfeld machten das so – und ich machte blind mit. Nun ja, so wird das Wirtschaftssystem schön am Laufen gehalten …

Dann kam der Burnout und mitunter immense finanzielle Einschränkungen, so dass ich mir ein paar existenzielle Fragen stellen durfte:

  • Wieviel Geld brauche ich wirklich im Leben?
  • Welche Dinge brauche ich wirklich?

Ich lade dich ein, dir immer mal wieder diese zwei Fragen zu stellen. 

  • Wieviel Geld brauche ich wirklich im Leben?
  • Welche Dinge brauche ich wirklich?

Ich persönlich richte gerade erneut den Fokus auf diese Lebenssäule, weil ich momentan mehr oder weniger meinen ganzen Hausstand loslasse. Ich mag keinen Ballast mehr mit mir rumschleppen. Ich möchte FREI SEIN. 

Um die Lebenssäule „Geld und materielle Güter“ auszubalancieren, braucht es definitiv weniger. Denn weniger ist mehr. Das mag alles abgedroschen klingen, ich weiß. Es ist jedoch wirklich so. (Mit weniger meine ich hier nicht „weniger finanzielle Mittel“. Mehr dazu weiter unten im Text …)

Weniger ist mehr

Zum Glücklichsein braucht es ganz andere Dinge als Geld und ein Haus voller Gegenstände. Hast du dich schon mal bewusst von Sachen getrennt und Dinge losgelassen? Ich sage es dir: Alleine das Ausmisten fühlt sich schon mega befreiend an.

Lass los und öffne dich für Neues

Das Tolle beim Loslassen ist:

  • Es öffnen sich Räume voller Möglichkeiten, die vorher nicht da waren, da sie – bildlich gesprochen – vollgestellt waren. Es zeigen sich neue Wege bzw. Türen, die du vorher gar nicht gesehen hast. 
  • Wenn du dich vom alten Ballast trennst, kann sich mitunter dein wahres SEIN zeigen.

Vorausgesetzt natürlich, du bist bereit dazu. Und wenn du dein wahres SEIN lebst, wirkt sich dies positiv auf deine finanzielle Situation aus. Verstehst du, was ich hier sage? Nun, ich habe in den letzten Jahren wirklich erfahren, dass es nicht ums TUN, sondern ums SEIN geht.

Ich habe vor meinem Burnout wirklich geschuftet. Ich war echt fleißig. Ein Dienstleister par ex­cel­lence. Ich habe bis zu 13 Stunden am Tag gearbeitet. Ich war ja damals schon selbstständig mit meiner eigenen Redneragentur und war der Meinung, dass von nichts nichts kommt, d.h. nur wenn ich hart arbeite, habe ich Erfolg und Geld (und darf überhaupt im Leben sein). So dachte ich. Das war einer meiner Glaubenssätze.

Heute weiß ich: Das stimmt nicht, denn es geht überhaupt nicht ums TUN. Es geht nicht um das fleißige Ausübung einer Tätigkeit. Das wird dich weder glücklich noch finanziell unabhängig machen. Ganz im Gegenteil. Du wirst damit eine „Arbeitsbiene“ (wie ich es gerne nenne) bleiben. Damit wirst und bleibst du unglücklich. Und unglückliche Menschen konsumieren viel. Der Unglücklichsein-Konsumieren-Kreislauf ist vorprogrammiert.

Es geht ums SEIN. Um die Erfahrung, wer oder was du in Wahrheit bist

Wenn du deinen wahren Seinszustand erfahren hast, kannst du jede Tätigkeit nachgehen, denn du gibst deinem SEIN in dieser Tätigkeit einen Ausdruck. Verstehst du, was ich meine?

Ich erzähle dir eine Geschichte dazu: Ich habe mit Mitte 20 in London gelebt und habe dort in einem angesehenen Partyservice gearbeitet. Ich habe für die Londoner-High-Society Partys ausgerichtet und zum Teil (auch hier bereits) 13 bis 14 Stunden am Tag gearbeitet. 

An einem dieser langen Arbeitstage, habe ich in den frühen Morgenstunden beim Aufräumen die letzten Müllsäcke nach draußen zum Müllcontainer gebracht. Ich war fix und fertig, den Tränen nahe und habe innerlich gedacht: „Oh Gott, was soll ich denn alles noch machen? Welchen Weg muss ich denn noch gehen, damit ich eine Arbeit finde, die mir wirklich Spaß macht?“ 

Als Antwort bekam ich: „Du kannst alles machen, du musst nur wissen, was du willst.“

Das war die Antwort 🙂

Ich mache mal den Transfer zu dir, denn die Antwort ist auch für dich:

  • Du hast alle Möglichkeiten
  • Die Welt steht dir offen
  • Du kannst machen, was du möchtest
  • Du entscheidest
  • Du bist die Schöpferin / der Schöpfer deines Lebens

Aus deinem SEIN heraus steht dir alles offen und du kannst alles machen. Du musst nur wissen, was du möchtest.

Ich hatte die Botschaft damals noch nicht verstanden und konnte sie somit auch noch nicht verinnerlichen. Somit lief ich weitere 10 Jahre „blind“ herum und habe erst nach meinem Burnout Schritt für Schritt verstanden, worum es wirklich geht.

Heute „arbeite“ ich nach dem Motto: „I get paid for being me, not for doing“. 

Dabei ist es egal, welche Tätigkeit ich ausführe, solange ich mit meinem SEIN da bin. Und mit dieser Tätigkeit wird immer genügend Geld da sein, weil es aus meinem SEIN gespeist wird. Diese Erfahrung mache ich.

Wenn du deine Lebenssäule „Geld und materielle Güter“ in Balance bringen möchtest, beantworte dir folgende Fragen:

  • Mache ich Tätigkeiten aus meinem SEIN heraus oder TUE ich, um zu sein?
  • Wer oder was bin ich? Wer oder was bin ich nicht?

Das sind schon Hammer-Fragen, ich weiß. Doch darum geht es im Kern. Es geht genau um diese Fragen, die dich dein SEIN erfahren lassen. Mit dieser Erfahrung wird sich die Lebenssäule „Geld und materielle Güter“ wie von selbst stabilisieren.

Hier 3 ganz konkrete Schritte, um mehr im SEIN zu sein 🙂

1.) Trenne dich von Dingen:
Lasse in den nächsten 7 Tagen jeweils einen Gegenstand los, den du nicht mehr brauchst. Ich bin mir sicher, dass du da etwas finden wirst. Am besten verschenkst du die Dinge. Entweder direkt an Personen, die du kennst oder an gemeinnützige Organisationen oder aber du nutzt das Internet und stellst die Sachen online zum Verschenken rein. Spüre nach, was das Loslassen und Verschenken mit dir macht. Wie fühlt sich das für dich an? Fühlst du einen Mangel, als hättest du jetzt weniger? Oder fühlst du dich befreit und freust dich mit dem Beschenkten mit? Bei Letzterem hast du Kontakt zu deinem SEIN.

2.) Konsumiere bewusst:
Wenn du demnächst wieder zum „Bedürfnisbefriedigen-Shoppen“ gehst, frage dich bei jedem Gegenstand: „Brauche ich das wirklich?“ Wenn als Antwort „nein“ kommt, lege es wieder hin. Spüre auch hier nach, was es mit dir macht, wenn du das Teil nicht kaufst. Vielleicht wirst du innerlich ganz unruhig und dein Kopf erklärt dir, warum du diese Sachen doch wirklich, also ganz dringend brauchst (außerdem hast du es dir ja verdient ;-). Spannender Prozess. Beobachte deine Gedanken. Vielleicht wirst du aber auch beim Nicht-Kaufen ganz ruhig und empfindest Freude und Ruhe. Dann hast du Kontakt zu deinem SEIN.

Verstehe mich jetzt bitte nicht falsch: Es geht nicht darum, dass du gar nichts mehr konsumierst oder kaufst. Es geht nicht um Selbstgeißelung und Verzicht. Es geht um einen bewusste Konsum – aus deinem Sein heraus.

3.) Gehe in Stille:
Gehe ganz bewusst und so oft es geht in Stille. (Und ja, dann wird es mit Sicherheit ziemlich laut in dir. Das ist normal 😉 ) Setze dich dafür hin, schließe deine Augen und sinniere über die Frage „Wer bin ich?“ Gerne auch „Wer oder was bin ich nicht?“. Es geht hier ums Nachdenken, sondern es geht um Erfahren und Spüren. Wenn du möchtest, lege gerne deine Hände auf dein Herz, dann wird der Kontakt zu deinem SEIN etwas einfacher. Frage dich – mit deinen Händen auf deinem Herzen– „Wer bin ich?“

Mögest du deine Antworten erhalten. Mögest du Dinge loslassen und Fülle in dein Leben ziehen.

Mit diesen drei Schritten balanciert sich die Lebenssäule „Geld und materielle Güter“ automatisch aus. Probiere es aus und teile dich gerne mit.

P.S. Das Erste, was ich nach meinen Burnout gemacht habe, war, den Fernseher zu entsorgen und KEINE Zeitungen mehr zu lesen. Hach, welch eine Befreiung. Weniger Medien-Konsum. Herrlich. Denn mach dir bitte eins bewusst: Die meisten Nachrichten und Medien sind voll mit negativen Schlagzeilen. Diese negativen Informationen konsumierst du. Also schau hin, was du konsumierst – auch an Informationen … Es ist deine Entscheidung, du hast die Wahl.

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